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Teilnehmerbericht

für die Fachzeitschrift „Heilpädagogik“des Berufsverbandes der Heilpädagogen e.V. über die Fortbildungsreihe „Heilpädagogische Rhythmik“

Die Weiterbildung „Heilpädagogische Rhythmik“ ist in acht Phasen gegliedert und wird sowohl für den Arbeitsbereich Kinder im Vorschulalter, als auch für Kolleginnen, die mit erwachsenen Menschen mit Behinderung arbeiten, angeboten. Ich möchte im Folgenden aus der Sicht Derjenigen erzählen, die aus dem Bereich der Frühförderung kommen.

Für die Arbeit mit Kindern stellte sich mir die Rhythmik als eine wunderbare, vielseitige Methode vor, die meine Angebote für die Kinder sehr bereichern kann. Schon die erste Phase bot jede Menge Ideen und praktische Möglichkeiten, wie ich grundlegende Fähigkeiten der Kinder ansprechen und fördern kann. Die Referentin Sabine Hirler legte dabei ihren Schwerpunkt auf das Selber machen, das Selber ausprobieren. Somit enthielt diese Weiterbildung einen großen Praxisanteil, der schon Umsetzungsmöglichkeiten anbot, die man an sich und an sein eigenes Arbeitsfeld anpassen konnte. Zu den Inhalten gehörten Spiellieder, Lieder, Fingerspiele, die Verwendung von Instrumenten, Aufbau einer Rhythmikstunde, Bewegungsarten, Verwendung von Masken, Handpuppen, Musik von Tonträgern und vieles mehr. Dabei hatte die Referentin in jeder Phase jede Menge Material, Instrumente, Ideen und Literatur dabei, sodass einem das ein oder andere Licht aufging, wenn man an die verstaubten Rhythmikbestandteile im heimischen Kindergarten denken musste, deren Einsatzmöglichkeiten auf einmal eine erhebliche Erweiterung erfuhren.

Zwischen den meist von viel Humor geprägten Praxisteilen, näherten wir uns der dazugehörende Theorie mittels eines Skriptes, dass von Mal zu Mal umfangreicher wurde. Auch war es Sabine Hirler wichtig, uns klar zu machen, welche Ausprägungen Rhythmik als Kunststil hat und welchen Ursprung die Rhythmik und ihre pädagogischen Anteile haben.

In der vierten Phase wurden die Teilnehmerinnen mit ihren eigenen Instrumenten und Ideen tätig. Mit mehr oder weniger Erfolg, versuchten wir die Harmonie- und Notenlehre zu verstehen, und das ganze dann noch in unserer eigenen musikalischen Tätigkeit wiederzuerkennen. Jedenfalls hatten wir mal wieder jede Menge Spaß! Auch in der sechsten Phase, als wir nach der Bilderbuchvorlage von „Irgendwie Anders“ ein Musical entwickelten und erarbeiteten, hatten wir viel zu lachen.

Die schriftliche Ausarbeitung warf ihre Schatten schon weit voraus. Die Sorgen die auftauchten, waren aber dann tatsächlich unbegründet. Jede Teilnehmerin stellte in der letzten Phase eine bereits in ihrem Arbeitsfeld durchgeführte Rhythmikstunde vor, die wir mit ihr zusammen erleben durften. Dabei konnten wir noch einmal jede Menge Anregungen und Ideen mitnehmen. Diese letzte war eine der schönsten Phasen.

In diesem Zusammenhang muss ich erwähnen, dass wir eine offene, kollegiale und kongeniale Truppe waren, die sich gegenseitig zu viel Lustigem inspirieren und viel Spaß miteinander haben konnte. Wir haben uns wirklich jedes mal wieder auf die Rhythmikphasen gefreut. Auch kam es von Mal zu Mal schon zu einem regen Austausch von Erfahrungen, wie das Umsetzen des Gelernten und Erlebten in den Einrichtungen verlief. Dabei fand ich auch die Erfahrungen der Kolleginnen mit den Erwachsenen bereichernd. Wir hatten das Glück, dass eine Teilnehmerin sich bereit erklärte, alle Phasen zu filmen, was eine sehr wertvolle und begehrte Dokumentation dessen wurde, was wir gemacht haben. Unser Musical wollen wir noch einmal gemeinsam Aufführen, im September 2006, in der Einrichtung einer unserer Mitstreiterinnen. Wir freuen uns drauf!

Jutta Browarzyk

 
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